User Generated Content

In der heutigen Podcastfolge und dem dazugehörigen Blogeintrag findest du alle nötigen Infos zum Thema User Generated Content – der auch für alle Besitzer eines Google My Business Accounts sehr wichtig ist.

Denn auch bei Google My Business gibt es einige Möglichkeiten Content zu bekommen, der von Usern generiert worden ist.

User Generated Content

Wenn du nach dem Hören der Podcastfolge und dem Lesen des Artikels noch Fragen zum Thema User Generated Content hast, melde dich gerne bei uns: entweder in den Kommentaren oder via Mail an kontakt@kikiundjan.de

Was ist das eigentlich ganz genau, User Generated Content (UGC)?

User Generated Content ist “Nutzergenerierter Inhalt”; also wenn Inhalte wie Bilder, Videos oder Rezensionen von Nutzern / Followern der Marke geteilt wurden und nicht von dem Unternehmen selbst.

Gerade Instagram ist eine Plattform, die viel User Generated Content produziert.
Dazu gehören auch sogenannte Influencer, die von Firmen bezahlt werden, um Werbungen zu platzieren.
Denn wenn Marketiers glauben, dass ihr Werbung authentisch ist – so finden es die User noch lange nicht.
Nutzer von Social Media Plattformen glauben lieber dem, was der User gleich “neben ihm” erzählt, als das, was eine Marketingfirma postet.

UGC und SEO

Was ein bisschen wie eine amerikanische Universität klingt, ist eben in Wirklichkeit die Frage, was User Generated Content und SEO gemeinsam haben.

Wenn man es knapp zusammenfasst, könnte man sagen: Text ist wichtig für Suchmaschinen. User Generated Content ist Text und macht somit Suchmaschinen glücklicher und deine Website / deine Google My Business Profil wertvoller.

…. und was hat das jetzt mit Google My Business zu tun?

In meiner ersten Folge des Podcasts habe ich dir bereits erklärt, was alles bei Google My Business möglich ist.
Dazu gehören einige Inhalte, die eben von Nutzern generiert werden können. Welche genau das sind und was sie deinem Profil bringen, liest du in den folgenden Zeilen:

Fragen & Antworten

Bei jedem Google My Business Account kann man Fragen stellen.
Es kann also jeder mit einem existierenden Google Account auf dem GMB Profil seiner Wahl eine Frage stellen.

Wenn Kunden / Interessenten eine längere Frage stellen, die sich nicht ad hoc und einfach in der Fragen & Antworten Funktion beantworten lässt, empfehle ich an dieser Stelle einen Kontakt der Kundenbetreuung anzugeben.

Benachrichtigungen aktivieren

Diese Frage gilt es natürlich (!) so schnell und professionell wie möglich zu lösen und richtig zu beantworten.
Dafür soll nun wieder gesagt sein: Es ist wichtig das Google My Business Profil regelmäßig zu checken.

Wie in einem Google My Business Profil üblich, kann man sich bis zu einer bestimmten Anzahl / Häufigkeit von Fragen auch zeitversetzt über Fragen benachrichtigen lassen. Diese Möglichkeit sollte man selbstverständlich in Anspruch nehmen.

Dafür geht ihr wie folgt vor: Profil aufrufen -> Einstellungen -> Fragen & Antworten.

Alternativ könnt ihr die Einstellungen über die Google My Business App (iOS | Google Play Store) aktivieren: Einstellungen / Benachrichtigungen / Meine Beiträge / Fragen und Antworten der Community.

Fragen & Antworten bei Google My Business

Nun, die Frage ist jetzt also schon User Generated Content – und es kommt noch besser!

Denn jede Frage kann von einem Communityteilnehmer auch beantwortet werden.
Entgegen des ersten Gedanken, dass man als Besitzer des Profils die Fragen exklusiv beantworten kann, ist dem genau nicht so.

Jeder User kann eine Frage beantworten – und das bringt hier und da ein wenig Unstimmigkeiten in einem Profil.
Neben der Tatsache, dass man natürlich auch als Inhaber Fragen beantworten kann (diese werden dann entsprechend geflaggt), beantworten User die eine oder andere Frage natürlich nicht zwingend im Sinne eines Inhabers.

Ein Beispiel:

Beim Restaurant Neni in Hamburg fragt ein Nutzer nach glutenfreien Speisen.
Ein Local Guide (dem widmen wir uns später mal genauer) antwortet darauf ziemlich uneindeutig (Local Guides bekommen Punkte, die sie für ihr Profil brauchen, wenn sie Fragen beantworten. Das führt hier und da aus meiner Sicht zu unnötigem Spam).

Die Antwort klärt nichts auf und ist absolut nicht hilfreich. Denn im Zweifelsfall wollte der potentielle Restaurantbesucher gerade nicht anrufen, sondern seine Frage bequem online loswerden.

Fragen Antworten Google My Business User Generated Content_Kiki & Jan

Was kann man nun aber gegen solche unglücklichen Antworten tun?

Wie man bereits in dem Screenshot sieht, kann man Antworten mit “gefällt mir” markieren.
Genau das habe ich mit der – passenden! – Antwort vom Inhaber des Google My Business Profils getan: ich habe die Antwort geliked und somit ist sie höher gewichtet als die Antwort des Guides.

Nun erscheint die Antwort vom Neni über der nichtssagenden Auskunft von dem Guide und ist somit auch hilfreicher für andere Kunden, die suchen.

Fragen Antworten Google My Business User Generated Content, Antworten liken _ Kiki & Jan

Und schon ist die “richtige” Antwort (weil sie potentiell suchenden sofort die Antwort liefert, die sie gerne haben möchten) weiter oben platziert.

Bei den Fragen & Antworten gibt es also hier und da ein paar kleine Fallstricke zu beachten, aber wenn man weiß, wie man sie nutzen kann, sie sie auf jeden Fall ein tolles Tool um gut mit neuen Kunden zu connecten.

Bilder & Videos

Ein weiterer, sehr hilfreicher Baustein von User Generated Content bei Google My Business ist der Punkt Bilder & Videos.

Als Inhaber kann man selbstverständlich eigene Bilder und Videos hochladen – und sollte das auch tun.

Darüber hinaus können aber eben auch Kunden / Interessierte Bilder und Videos von deinem Unternehmen hochladen – und genau hier sollte man die Kunden auch animieren das zu tun.

Warum aber sind Fotos und Videos so wichtig?

Fotos und Videos wirken wie ein Magnet auf interessierte Kunden und animieren sie eher den letzten Schritt zu gehen und eine Dienstleistung in Anspruch zu nehmen.
Google selber sagt: Unternehmen mit Fotos werden 30% öfter angerufen und erzielen sogar 42% mehr Abrufe der Wegbeschreibung als solche ohne Fotos.

Wenn man nun im Hinterkopf hält, das in der Regel eine lokale Suche nun auch die Absicht beinhaltet eine Dienstleistung in Anspruch zu nehmen – dann sind Fotos ein gutes Mittel zum Zweck, um die Leute auch in den Laden zu bringen.

Was tun bei qualitativ / inhaltlich schlechten Bildern?

Natürlich gibt es auch Kunden, die kein großes Talent besitzen einen kurzen Schnappschuss mit der Kamera zu tätigen, die dann aber trotzdem ein verschwommenes, nichtssagendes und einfach schlechtes Bild hochladen.

Leider lässt sie das ebenso wenig vermeiden, wie die Möglichkeit die Bilder zu löschen.

Es besteht die Möglichkeit die Bilder zu melden – und das würde ich auf jeden Fall versuchen. Aber auch hier handelt Google nach dem Prinzip der Einzelfall-Entscheidung.
Es kann klappen, muss aber nicht.

Offensichtlich ist Google hier aber sehr viel toleranter als bei den Bewertungen und löscht qualitativ / inhaltlich schlechte Bilder eher einmal.

So einfach kann man die Bilder melden:

Dafür rufst du das Bild auf, dass die unpassend erscheint. Sobald es im “Vollbild” angezeigt wird, erkennst du oben rechts einen Daumen und eine Fahne.
Den Daumen kannst du nutzen, um andere Bilder weiter nach vorne zu voten (was ich in diesem Fall unbedingt empfehlen würde).

Die Fahne kannst du klicken, um Bilder zu melden.

Bilder löschen lassen bei Google My Business

Dann erscheint folgender Dialog:

Dialog zur Meldung von Bildern auf Google My Business_ Kiki & Jan

Hier kannst du verschiedene Dinge auswählen:

  • Anstößiger, hasserfüllter oder sexuell eindeutiger Inhalt.
  • Urheberrechtliches oder anderes rechtliches Problem
  • Datenschutzrechtliche Bedenken
  • Schlechte Qualität
  • Foto oder Video zeigt nicht diesen Ort
  • Sonstiges

Wenn du die entsprechende Wahl getroffen und abgeschickt hast, ist es nun also eine Entscheidung von Google, was sie mit diesem von dir gemeldeten Foto tun.

Bewertungen

Bewertungen sind ebenfalls UGC.

Da ich dir bereits einen sehr ausführlichen Artikel zum Thema Bewertungen geschrieben habe, verlinke ich ihn dir hier einmal.

Das wichtigste in Kürze dazu:

  • Beantworte alle Bewertungen zeitnah
  • Sei immer professionell (gerade bei negativem Bewertungen)
  • Bemühe dich aktiv um Bewertungen (z.B. mit unseren Motivationcards)
  • Die Kunden motivieren sinnvolle Bewertungen zu schreiben, die auch relevant für die Suchmaschine sind. (“Tolles Produkt” oder “Super Typ” sind hier leider nicht hilfreich)

Änderungen vorschlagen

Die letzte Möglichkeit User Generated Content zu generieren ist “Änderungen vorschlagen”.

Einen wirklichen Einfluss auf diesen UGC hat man nicht.

Leute, die über dein Profil stolpern, weil sie vermeintlich eine Fehlinfo darauf sehen, können hier eine Änderung vorschlagen (z.B. bei der Adresse oder den Öffnungszeiten).
Diese werden dann an das System übergeben.

Nach einiger Zeit werden diese Änderungen von Google übernommen – es sein denn man prüft regelmäßig seine Weboberfläche und lehnt diese (wenn sie falsch ist) ab.

Außerdem können User Attribute vorschlagen. Das sind zum Beispiel: Barrierefrei, Lieferoptionen, Sitzplätze im Freien und mehr.

Gemeinhin sollte man diese Attribute bereits selber in sein Profil eingetragen haben – denn sie sind ein Alleinstellungsmerkmal und bestätigen Kunden darin dich aufzusuchen.

Wenn das nicht der Fall ist, können Kunden dies aber tun und die Änderungen durch einen Vorschlag in dein Google My Business Profil einbringen.

Auch diese müssen von dem Inhaber bestätigt werden.

Erfolgreiche Kampagnen mit User Generated Content

Es gibt einige erfolgreiche Kampagnen, die mit User Generated Content geführt worden sind.
Ich habe mir hier einige dieser Kampagnen angesehen und erinnere mich tatsächlich an zwei davon (obwohl eine dieser Kampagnen nur in Amerika lief, aber tatsächlich damals in meinem Internet auftauchte).

Hier stelle ich sie euch gerne einmal vor.

Coca Cola: Share A Coke

Die meisten von uns erinnern sich sicherlich noch an die Kampagne “Share a Coke” von Coca Cola (2011).
Ich weiß tatsächlich noch sehr genau, dass ich sehr akribisch die Dosen mit dem Namen “Claudia” gesucht habe (und gefunden).

Coca Cola rief damals auf die zu einem passenden Dosen auf Social Media zu teilen – und erreichte somit eine Umsatzsteigerung von 2% (nachdem in vorherigen Jahren der Umsatz immer gesunken war).

Eine wirklich gelungene Strategie mit User Generated Content, die dazu führte, dass eine Weltmarke sich erneut ins Gedächtnis ihrer Kunden brachte.

Starbucks: #WhiteCupContest

Auch Starbucks launchte 2014 eine Kampagne mit der sie es schafften die Kunden dazu zu bringen User Generated Content auf Social Media zu teilen.

Das Kaffeehaus aus Seattle rief dazu auf einen weißen Kaffeebecher mit Doodle zu versehen und ihn über Social Media mit dem Hashtag #WhiteCupContest zu teilen.
In lediglich 3 Wochen wurden mehr als 4000 Einträge erzeugt – und am Ende gewann dann eine 20 Jährige aus Pittsburgh den Wettbewerb. Das Doodle der Gewinnerin wurde daraufhin in einer Limited Edition von Starbucks als Becher ausgegeben.

Starbucks User Generated Content Kampagne _ Kiki & Jan
Hier seht ihr den Gewinnerbecher der Kampagne.

One last thing…

User Generated Content ist und bleibt eine wichtige Stellschraube für dein Unternehmen. Egal, ob du lokal oder online unterwegs bist, ob du dein Business bekannter machen möchtest, oder im Gedächtnis der Kunden halten willst: du kommst an User Generated Content nicht vorbei.

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Wer schreibt hier?

Hier schreibt Claudia Janssen, Inhaberin von Kiki & Jan.
Claudia beschäftigt sich bereits seit langer Zeit mit allen Formen von SEO – beginnend damit, dass sie einst als Bloggerin reich und berühmt werden wollte.

Eine Bloggerkarriere ist (zum Glück!) ausgeblieben und nach vielen Jahren des unentgeltlichen Helfens bei Freunden, Verwandten & Bekannten hat sie sich nun entschlossen ihr Wissen doch einfach gleich mit allen zu teilen.

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